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Biomarker

Untersuchung von Hirnveränderungen bei ME/CFS und deren Bewertung als potenzielle Bildgebungsmarker

Förderzeitraum: Januar 2026–Juni 2026

Projektverantwortliche
Dr. Guido CammaProf. Dr. Carsten Finke
Organisation
Charité – Universitätsmedizin BerlinBerlin School of Mind and Brain
Förderprogramm
Charité Fatigue Centrum (CFC)

Details

Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung von Biomarkern für ME/CFS anhand der Untersuchung von Veränderungen des Gehirns mittels Magnetresonanztomographie (MRT). MRT-Untersuchungen, die bei Proband*innen der Hyperbaren Sauerstofftherapie (HBOT)-Studie der NKSG durchgeführt wurden, liefern Indizien für funktionelle Veränderungen des zentralen Nervensystems bei ME/CFS. Diese Mechanismen sind bisher noch nicht ausreichend erforscht, um daraus Bildgebungsmarker entwickeln zu können. Solche Marker könnten jedoch in Zukunft potenziell Teil einer objektive ME/CFS-Diagnostik sein und wichtige Informationen für individualisierte Behandlungsansätze liefern. Ziel ist es, strukturelle und funktionelle Hirnveränderungen bei ME/CFS systematisch zu differenzieren und im Hinblick auf ihre Eignung als objektive Bildgebungsmarker zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, ob funktionelle Veränderungen des zentralen Nervensystems – insbesondere sog. thalamo-kortikale Hyperkonnektivität – von Immunadsorption modulierbar sind, d. h. ob sich die bei ME/CFS-Patient*innen im Gehirn festgestellten funktionellen Veränderungen nach der Apherese-Behandlung zurückbilden und normalisieren. Neben dem Potenzial von MRT-Untersuchung für die Biomarker-Entwicklung (sowie ein potenzielles zukünftiges Behandlungs-Monitoring) könnten hierüber weitere Belege für die Rationale von immunmodulierenden Therapieansätzen geliefert werden (insb. in Form von Immunadsorption und B-/Plasma-Zell-Depletion). Zusätzlich soll ermittelt werden, ob diese Daten mit immunologischen Parametern wie dem individuellen Autoantikörperprofil der untersuchten Proband*innen korrelieren. Untersuchungsmethoden umfassen volumetrische Analysen, seed-basierte Resting-State-Konnektivitätsanalysen, sowie Sekundäranalysen zur Thalamus-Konnektivität und Symptombelastung, Gruppenstratifizierung und Analysen zu Autoantikörpern und thalamokortikaler Konnektivität. Für die Analysen werden Bildgebungs- und Biodaten genutzt, die von Proband*innen der IA-PACS-CFS-Studie, einer randomisierten klinischen Studie zur Immunadsorption als Behandlung von ME/CFS nach COVID-19 und anderen Infektionen, gewonnen wurden.

Das Vorhaben verfolgt zudem das Ziel, mögliche immunologische Subtypen von ME/CFS zu identifizieren, sodass in Zukunft Patient*innen im Vorfeld für entsprechend geeignete Behandlungsansätze anhand ihrer vorliegenden Krankheitsmechanismen ausgewählt werden können. Insgesamt umfassen die Analysen 65 ME/CFS-Patient*innen und 65 alters- und geschlechts-gematchte gesunde Kontrollpersonen, die vor Therapiebeginn mit einem identischen MRT-Protokoll untersucht wurden.

Weiterführende Ressourcen