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KrankheitsmechanismenBiomarker

Zellmorphologie, Zellverformbarkeit und Mikrogerinnsel bei ME/CFS

Förderzeitraum: Januar 2024–Dezember 2026

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Carmen ScheibenbogenAnnick FehrerDr. Martin Kräter
Organisation
Charité – Universitätsmedizin BerlinMax-Planck-Zentrum für Physik und Medizin (MPL)
Förderprogramm
Charité Fatigue Centrum (CFC)

Details

Das Projekt wird im Rahmen einer Promotion umgesetzt und untersucht Veränderungen in der Zellmorphologie und -verformbarkeit sowie das Auftreten von Mikrogerinnseln bei ME/CFS-Patient*innen. Zudem soll festgestellt werden, ob diese Veränderungen zur Diagnose und als prognostische Marker bei Therapiestudien verwendet werden können. Mithilfe von Verformungszytometrie werden Blutproben von 500 Post-COVID- und nicht-COVID-assoziierten ME/CFS-Patient*innen untersucht und mit alters- und geschlechtsentsprechenden Kontrollpersonen, die nach COVID-19 wieder genesen sind, verglichen. Zusätzlich werden Proben von Patient*innen analysiert, die an Therapiestudien der Nationalen Klinischen Studiengruppe ME/CFS und Post-COVID-Syndrom (NKSG) teilnehmen. Dadurch sollen Erkenntnisse über den möglichen Einfluss von Veränderungen der Blutkörperchen und das Vorkommen von Mikrogerinnseln auf Therapieeffekte gewonnen werden. Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit weiteren klinischen Messwerten und Laborwerten analysiert. Über den Nachweis von Veränderungen der Blutkörperchen und Mikrogerinnseln soll ermittelt werden, ob sich ME/CFS von anderen Erkrankungen (Multiple Sklerose oder Tumorerkrankungen) unterscheiden lässt. Proben von Patient*innen mit einer vorangegangenen COVID-19-Erkrankung werden zusätzlich darauf untersucht, ob sich SARS-CoV-2 spezifisches Spike-Protein in den Mikrogerinnseln nachweisen lässt. Die erfassten Biomarker sollen schließlich auf ihre Eignung zur spezifischen Diagnose von ME/CFS und Post-COVID-Syndrom überprüft werden. Um die Krankheitsursachen besser zu verstehen, werden die Blutproben außerdem auf Veränderungen der Gefäßinnenwände (Endothel) und des Gerinnungssystems sowie Autoantikörper-induzierte Blutgerinnung und das anhaltende Vorkommen von Bakterien oder Viren (z. B. SARS-CoV-2 oder Epstein-Barr-Virus-Proteine) untersucht. Im Labor wird letztlich untersucht, wie sich die Gabe von Blutplasma aus den Proben der verschiedenen Patient*innen auf Kulturen gesunder Zellen (in-vitro) auswirkt.

Weiterführende Ressourcen